Das grosse Geld-Theater

Das Buch fordert in Anlehnung an Keynes, dass bei Handelsbilanzungleichgewichten die Anpassungslasten symmetrisch auf die Defizit- und Überschussländer zu verteilen sind. Zahlungsbilanzüberschüsse würden genauso mit Zinsen bestraft wie Defizite. Dadurch könnte der Sozialstaat gerettet werden. Zudem könnte die Verschuldungskrise der Dritten Welt gelöst werden. Eine <> soll weltweit die Geldmenge kontrollieren. Einzelstaatliche Währungen braucht es, damit die Beschäftigungslage reguliert werden kann und dies ist Voraussetzung für Wohlfahrt, bzw. Vollbeschäftigung. Währungsspekulation können dann auch nicht mehr die Währungskurse bestimmen, da diese von den einzelstaatlichen Zentralbanken festgesetzt werden. Hankel kritisiert die Idee des WWU auf schärfste, denn diese löst keine Probleme sondern schafft nur neue. Geschrieben als Theater in acht Aufzügen mit einem Epilog - ein fiktives Interview mit John Maynard Keynes (unter Verwendung von Originalzitaten) - führt das Buch ein in die Welt des Geldes, des Keynesianismus, legt die Kritik am neoliberalen Marktglauben dar und liest sich erst noch über grosse Stücke recht einfach.

Wilhelm Hankel, Das grosse Geld-Theater: Über DM, Dollar, Rubel und ECU, Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt, 1995

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