Globalisierung - Arbeit und Ökologie

Das neueste Heft des Widerspruch nimmt die Aufwirkungen der Globalisierung auf den Arbeitsmarkt, den Sozialstaat und die Ökologie unter die Lupe. M. Massarrat weist darauf hin, dass das Geheimnis der Wohlstandes der Industrieländer auf einer Externalisierung der sozialen und ökologischen Kosten des Wachstums beruhe. K. Dräger analysiert die sozialen Folgen der Maastrichter-Konvergenzkriterien. Die Reformen, die er von dieser Analyse ausgehend für die EU fordert, münden nicht in eine Vergrösserung des wirtschaftspolitsichen Spielraums der einzelnen Staaten, sondern in eine Stärkung der EU. Sie muten etwas irreal an: So fordert er etwa einen bedeutenden Finanzausgleich zwischen den EU-Staaten und eine Demokratisierung der Entscheidungsmechanismen der Wirtschafts- und Währungsunion. Mehrere Artikel unterziehen die "Ökonomisierung der ökologischen Kritik" (d.h. Forderung von wirtschaftlichen Anreizstrukturen wie Ökosteuern) der Analyse. Unter der Rubrik "Diskussion" werden alternative Arbeitszeit- und Arbeitsmarktmodelle diskutiert.

Widerspruch 31, Globalisierung - Arbeit und Ökologie, Juli 1996.

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