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EU-Parlament - weiterhin illegale Parteienfinanzierung

Das EU-Parlament zögert, die als illegal kritisierte Parteienfinanzierung fürs eigene Parlament zu verbieten. Seit Jahren werden Millionen aus den Budgets der Fraktionen an die Parteien der Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen weitergegeben, obwohl sie ausschliesslich für parlamentarische Zwecke verwendet werden dürften. Der CDU-EU-Abgeordnete Reimer Böge machte Ende 1999 im Haushaltsausschuss des EU-Parlamentes eine Vorstoss, im Etat 2000 einen Betrag von 18 Millionen Euro zu Förderung der Parteien festzuschreiben und damit die Umwegfinanzierung überflüssig zu machen. Der Vorstoss wurde abgelehnt. Vornehmlich die Sozialdemokraten drängten auf Aufschub. Die EU-Kommission solle erst mal einen Vorschlag für ein Parteien-Statut machen. Ein solches müsste vom Rat der EU verabschiedet werden. Die Mitgliedstaaten der EU haben allerdings an einer Neuregelung wenig Interesse. Der Spiegel 49/1999, S. 17.


Norwegen - wegen EWR Grossteil der Gesetze an EU-Recht angepasst

"Ansonsten gleicht Norwegen heute einem EU-Mitglied, trotz zweifachem Volksnein zum EU-Beitritt 1972 und 1994. Der Grund ist das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), das Oslo seit 1992 mit Brüssel wirtschaftlich verbindet. Wegen des EWR hat es einen grossen Teil seiner Gesetze an EU-Recht anpassen müssen. Daran änderte sich auch nichts nach dem Machtwechsel von 1997. Mit Kjell Mange Bondevik ist seither ein EU-Gegner Regierungschef." Berner Bund, Thomas Hug, 6. 1. 00, S. 5.


Jugendsession - Ja zu EU-Beitritt

Die 6. Eidgenössische Jugendsession hat sich am Samstag in Bern (Januar 98) mit 132 zu 32 Stimmen bei 23 Enthaltungen für einen Beitritt der Schweiz zur EU ausgesprochen. Über die Argumentationen war aus den Zeitungen wenig zu erfahren. Die EM-Redaktion möchte jugendliche EM-Leser auffordern, sich in der JU-PA-Bewegung für unsere Argumentationen einzusetzen. Bitte nehmt Kontakt mit uns auf! Direktdemokratische Selbstbestimmung auf der Grundlage der Menschenrechte und im Rahmen dichter internationaler Beziehungen dürften auch für künftige Generationen ein interessantes Modell sein.

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